Die Manuela

Was mir grad so einfällt

Der Hula und ich

Der eine oder andere mag es vielleicht schon wissen: ich bin nicht nur ein Katzenmensch sondern auch ein Hawaii-Fan. Wobei das Wort „Fan“ das eigentliche Gefühl gar nicht wiedergibt.

Vor 6 Jahren hatte ich das große Glück, zusammen mit meinem Göttergatten vier Wochen Urlaub auf den Hawaiianischen Inseln zu verbringen. Ich könnte einen ganzen Roman darüber schreiben, was ich in diesen 4 Wochen alles erlebt und vor allem gefühlt habe. Ich weiß es noch, als wäre es gestern gewesen …schon damals hatte ich begonnen, mich für den Hulatanz zu interessieren.

Unseren ersten Tag auf Oahu verbrachten wir unter anderem im Kapiolani-Park, wo im Rahmen des Lei-Day auch Hula-Aufführungen stattfanden. Ich war begeistert von den Darbietungen der unterschiedlichen Gruppen: vom Kindergartenalter bis zum zum Alter 70+ war alles vertreten. Die Leichtigkeit dieses Tanzes und die damit verbundenen Geschichten faszinierten mich. Allerdings hatte ich da noch nicht wirklich den Gedanken daran, diese Art des Tanzes zu erlernen. Das kam erst 5 Jahre später, nämlich letztes Jahr in der Osterwoche.

Im Vorfeld unseres geplanten Hawaiiurlaubs im April/Mai 2010 hatten wir uns über das Internet via Livestream das Merry Monarch Festivals angesehen. Und da war es um mich geschehen. Ich war zwar nicht „live vor Ort“ aber ich hatte das Gefühl, die ganze Energie der Tanzdarbietungen in meinem Körper zu spüren. Den zweiten Kick erhielt ich dann wirklich auf Hawaii, nämlich wieder am Lei-Day in Hilo und abschließend in Honolulu, als ich die Möglichkeit hatte, Pi’ilani Smith

Pi‘ilani Smith, Don Ho memorial, Waikiki

Pi‘ilani Smith, by Kanaka Menehune, Attribution-NonCommercial 2.0 Generic (CC BY-NC 2.0)

und vor allem Kanoe Miller tanzen zu sehen. Wir hatten das große Glück uns mit Kanoe Miller und ihrem Mann Joe unterhalten zu können (dank unserer Freunde Roxanne und Shane). Mir war klar: ich muss lernen Hula zu tanzen. Und Joe meinte, es wäre kein Problem in Deutschland Hula-Schulen zu finden. Ich soll einfach mal googeln und falls ich nicht fündig würde könnte er mir gerne behilflich sein.

Wieder zurück in Deutschland habe ich das Ganze erst mal wieder auf später verschoben, aber diesmal ließ mein Gefühl nicht locker. Im Sommer machte ich mich dann im Netz auf die Suche und bin direkt hängen geblieben bei Gabriele Streuer. Dann nahm das Schicksal seinen Lauf 🙂

Vom 27. März bis zum 2. April diesen Jahres nahm ich dann am Hula-Profitanzkurs 1 teil. Und das war mit eine der besten Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe!

Eigentlich führt Gabriele ihren Basic-Kurs mit 6-7 Teilnehmerinnen durch. Diesmal waren wir aber nur zu Zweit. Mein, Glück, dass sie den Kurs nicht einfach abgesagt hat ob der minimalen Teilnehmerzahl. Und dann kam der Hammer: ab Mittwoch hatte ich dann Einzelunterricht, da die zweite Teilnehmerin nicht mehr weitermachen wollte.

Wo soll ich beginnen und wo so soll ich aufhören. Diese Woche war für mich eine große Herausforderung und mir war schon nach dem zweiten Tag klar: der Hula und ich gehören zusammen. Es war schweißtreibend und anstrengend, aber die Glücksgefühle und die Freude, die ich während des Tanzens hatte kann ich nur versuchen zu beschreiben: es war traumhaft und ich bekam auf einmal so viele positive Energie wie schon lange nicht mehr. Das Gefühl, wenn man am Ende eines Tages (das bedeutete hier nach 5 Stunden) es geschafft hat eine Choreografie zu tanzen, ist unbeschreiblich. Und ich habe nicht nur getanzt, ich habe „es“ gefühlt. Und Gabriele ist einfach nur wundervoll. Sie vermittelt einem Hawaii und seine Kultur so echt!

Ich wollte diese Woche für Mich erleben. Und das hat funktioniert. Und schon am dritten Tag hatte ich mich dazu entschieden auch die Prüfung abzulegen. Wie glücklich und zufrieden ich war, dass ich diese auch bestanden habe brauche ich nicht zu betonen. Mit einem lauten Jubelschrei habe ich das dann auch aus mir herausgelassen. Und eines ist klar: Kurs 2 ist für mich schon „gebucht“. Ich hoffe, dass es dieses Jahr noch klappt – ansonsten stehe ich spätestens nächstes Frühjahr wieder bei Gabriele auf dem Tanzboden um wieder viel von ihr zu lernen und meinen Hula zu verbessern. Bis dahin werde ich mein jetziges Können hoffentlich noch verfeinern, die Grundschritte noch ordentlicher tanzen (denn das ist das A und O) und vielleicht den einen oder anderen mit meinem Hulatanz erfreuen. In diesem Sinne nehme ich die Worte von Larry Czerwonka, einem unserer Bekannten aus Hawaii, auf: „ May your life brilliantly shine with the light of Aloha“

Für mich tut es das.  ALOOOOOOOHA!

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