Die Manuela

Was mir grad so einfällt

Pupsylotta – unser Sorgenkind

27. März: Update zur weiteren Behandlung von Pupsylotta

Ich war heute nach der Arbeit bei unserer Tierärztin, um mit ihr das weitere Vorgehen zu besprechen. Das ist bei mir nicht ohne Tränen abgelaufen. Aber die mussten einfach raus. Pupsylotta bekommt weiter sein Schmerzmittel und alles was er essen möchte. Am Montag fahre ich mit ihm gegen Ende der Sprechstunde in die Praxis und er bekommt die nächste Cortison-Depotspritze. Die erste war ja vor knapp 3 Wochen und die Wirkung ist damit fast aufgebraucht. Es passt also gut mit Montag. Sie schaut ihn sich genau an und wenn nichts außergewöhnliches passiert, würde er die nächste Spritze dann wieder in 3 Wochen erhalten.

Ich kann jederzeit bei ihr anrufen wenn sich sein Zustand verschlechtert. Sie sagte mir allerdings auch, dass es sein kann, das er immer mal auch einen schlechten Tag haben wird. Aber sie ist sich sicher, dass ich es erkenne, wenn es soweit ist. Und wenn ich nicht sicher bin, sie ist für uns da.

Pupsylotta soll noch eine schöne Zeit haben, mit uns und mit seinem Kumpel Fixi. Und wenn es nicht mehr geht, dann helfen wir ihm, auf den Weg über die Regenbogenbrücke.

 

26. März: Update zu Pupsylottas Gesundheitszustand

Leider kann ich keine guten Nachrichten vermelden. Frank und ich sind sehr traurig aber ich versuche meinen Bericht für euch nicht allzu emotionsvoll zu schreiben.

Heute waren wir in der Tierklinik in Hofheim und haben Pupsylotta einem Onkologen vorgestellt. Herr Dr. Schmidt hat sich sehr rührig um unseren Pupsel gekümmert und zur Erstellung der Diagnose einen Ultraschall des Bauchraumes sowie eine anschließende Biopsie vorgenommen. Pupsylotta war fantastisch! Er hat alles in Ruhe mit sich machen lassen und selbst Dr. Schmidt sagte, dass er selten eine so brave Katze zur Untersuchung hatte. Pupsy benötigte auch keine Narkose. Da war selbst ich schwer überrascht.  Herr Dr. Schmidt hat sich die Gewebeprobe sofort angeschaut und leider war das Ergebnis so, wie ich es nicht hören wollte. Pupsy hat ein abdominales Lymphom und die Zellen sind aggressiv.

Der Ultraschall zeigte dass die Darmwand, die normalerweise 2 bis 3 mm dick ist, bei Pupsy 14mm beträgt. Und der Tumor sitzt an vielen Stellen und ist nicht operabel. Es gibt nun zwei Optionen: eine Chemotherapie mit Bestrahlung innerhalb der nächsten 150 Tage. An Tag 0, 10, 20 und 30 jeweils eine einstündige Behandlung (Chemotherapie, Blutabnahmen zur Kontrolle des Immunsystems) an Tag 40 und 41 Bestrahlung (und das jeweils unter Vollnarkose) und dann weiter ab Tag 51, 61, 71, 81, 91, 120 und 150 Chemotherapie.

Dr. Schmidt sagte uns, dass bei bisher behandelten Patienten unter dieser Therapie 50% nach einem halben Jahr sterben, und von den anderen 50% höchstens 20% eine Lebensdauer, wenn es gut geht, von 2 Jahren haben. Trotz der Therapie kann der Tumor auch wieder ausbrechen. Es ist auch möglich, dass Pupsy die Therapie nicht verträgt. Er sagte zwar, dass in der Regel, die Therapie vertragen wird, aber sie haben immer wieder Ausnahmefälle.

Die andere Möglichkeit ist eine Palliativbehandlung. Pupsylotta erhält Cortison solange wie möglich und wir bereiten ihm noch ein schönes Leben solange der Körper mitmacht. Frank und ich haben uns natürlich Gedanken gemacht und uns blutet das Herz. Ich habe auch noch mit einer lieben Twitterkatzenfreundin telefoniert um meine Gedanken sortiert zu bekommen.

Wir haben uns entschlossen, Pupsylotta nicht der Chemotherapie auszusetzen. Er ist jetzt fast 13 Jahre. Und der Stress, dem er ausgesetzt sein wird, ist meines Erachtens zu groß. Morgen fahre ich zu unserer Tierärztin und bespreche mit ihr die Palliativbehandlung.

Ich danke euch Allen fürs Daumen drücken und den lieben Twittercats fürs Heilschnurren. Bitte begleitet Pupsy weiter in euren Gedanken. Und ihr Katzen, schnurrt bitte weiter für ihn. Möge unser Schnuckelpupsel noch ein paar schöne Monate haben.

 

18. März: Update zu Pupsylottas Gesundheitszustand:

Heute habe ich Pupsy wieder der TÄ vorgestellt. Leider fühlt sich Pupsylottas Bauch noch genauso an wie letzte Woche und er reagiert auch nach wie vor auf Druck. Das spricht nicht für eine Entzündung. Unsere TÄ hat uns zur weiteren Diagnostik in eine Klinik ihres Vertrauens überwiesen. Das bedeutet eine Anfahrt von 45 Minuten, aber das nehme ich gerne in Kauf. Und Pupsy muss da dann halt auch durch. Ich habe gerade einen Termin vereinbart für morgen in einer Woche. Zur Zeit ist sein Zustand stabil. Das Schmerzmittel ist noch ausreichend bis nächste Woche und solange er isst, ist alles im „grünen Bereich“, wenn man das so sagen kann. Falls sich Pupsys Zustand akut verschlechtern sollte, kann ich sofort in die Notfallsprechstunde kommen. Das Gute: die Klinik ist rund um die Uhr besetzt. Heilschnurren für Pupsy „is very much appreciated!“

13. März: Update zu Pupsylottas Gesundheitszustand:

Nach 2 Tagen kann ich zumindest mal mitteilen, dass Pupsylotta wieder besser frisst und seinen Napf auch leert. Auch das Trockenfutter scheint ihm wieder zu schmecken. Die Tierärztin hatte mir ja ein Spezialfutter mitgegeben von Royal Canin und Hills. Das Nassfutter von Hills ist ein hochkalorisches Futter, welches Katzen z.b. auch nach einer OP erhalten. Ich habe es gemäß Anweisung der TÄ unter das normale Futter untergemischt. Und das funktioniert so weit gut. Pupsy scheint auch wieder etwas aktiver zu sein. Zumindest liegt er nicht nur in seinen diversen Körbchen herum und schläft.
Gerade vorhin habe ich mich allerdings erschrocken. Ich habe ihn gesucht und erst nicht gefunden. Dann entdeckte ich ihn liegend IM Katzenklo! Da sind wieder alle Alarmlampen angegangen, da ich mich an Mohrchens letzte Tage erinnerte. Die TÄ hat jetzt leider schon geschlossen. Ich beobachte Pupsy übers Wochende ganz genau und werde dann am Montag wieder vorstellig.

Also: die Dosis bitte weiter Daumen drücken und die Fellnasen bitte ich um kräftiges Heilschnurren für unseren Pupsylotta!

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Sollte der Tag so schnell kommen, den ich fürchte? Ich hoffe es nicht!

Seit einiger Zeit schnäkelt Pupsylotta mit seinem Futter. Es gab aber auch immer Tage, an dem er sein Futter komplett gegessen hatte. Auch wenn er sich ziemlich viel Zeit damit ließ. Aber in den letzten Tagen wurde ich doch immer unsicherer. Mir war auch aufgefallen, dass sein Fell sich sträubt und nicht mehr so schön glänzt. Seine Wirbelsäule kann man auch genau fühlen. Und er hat auch noch weiter an Gewicht verloren. Am letzten Sonntag haben wir die Jungs mal wieder gewogen. Und da war ich doch sehr erschrocken. Beide haben abgenommen. Fixi scheint es soweit allerdings gut zu gehen, auch wenn er mit dem Futter gleichfalls schnäkelt. Mit 5.3 kg hat er seit November allerdings auch 500 g abgenommen. Vorsichtshalber stelle ich ihn morgen auch noch der Tierärztin vor.

Status quo Pupsylotta: er bringt jetzt noch 5.7 kg auf die Waage. Im November waren es noch 6.4 kg. 700g Gewichtsverlust ist aber dann doch ziemlich heftig für die kurze Zeit. Nun, die TÄ hat Blut abgenommen (oder es zumindest versucht…. viel kam nicht bei rum) und die Leber- und Nierenwerte sind gut und der Blutzuckerwert ist ebenfalls bestens! Soweit schon mal gut. Die Zähne sind einwandfrei und es ist kaum Zahnbelag vorhanden. Allerdings hat sie beim Abtasten des Bauches im Darmbereich etwas gefühlt. Und Pupsy hat darauf auch reagiert. Möglicherweise hat er sogar Schmerzen. Das Röntgenbild zeigte eine Auffälligkeit im Darmbereich. Es könnte im besten Fall eine Entzündung sein, im schlimmsten Fall ein Tumor. Schockschwere Not! Sie hat Pupsylotta zunächst einen Entzündungshemmer mit Cortison gespritzt soweit eine Vitamin-B-Aufbauspritze verpasst und außerdem noch ein Schmerzmittel in flüssiger Form verabreicht. Das Schmerzmittel muss ich jetzt die nächsten Tage Pupsy jeden Morgen auch geben. Anfang nächster Woche soll ich mich dann wieder melden.

Ich habe mir natürlich Gedanken gemacht, ob ich in der Vergangenheit etwas falsch gemacht haben könnte. Aber ich glaube, ich war immer sehr sorgsam und achtsam und bin eher früher als später zur Tierärztin gegangen. Sie sagte mir auch, dass sie vor einem halben Jahr, als Pupsy noch mehr wog, mit Sicherheit nichts hätte fühlen können. Auch jetzt hat sie nur ganz vage gefühlt, dass da etwas ist. Und deshalb dann auch das Röntgenbild gemacht….

Nächste Woche sehen wir dann weiter. Heilschnurren ist angesagt für unseren Pupsylotta!

7 Responses

  1. TerrorCatgang

    Nein, du hast nichts falsch gemacht. Wir können in die Felle nicht reinschauen. Katzen kompensieren Erkrankungen so verdammt gut, dass uns oft unser Gefühl täuscht.

    Mach dich noch nicht verrückt. Die Matzi und Rudi stehen schon heilschnurrend in der ersten Reihe und ich drücke alle Daumen.

  2. Genau, bleib ruhig. Auch Katzen haben mal Zeiten, wo sie irgendwie „nicht gut drauf“ sind, kennen wir Menschen doch auch. Das geht vorbei. Wenn nicht, du bist wirklich sehr aufmerksam und hast nichts falsch gemacht. Katzen lassen sich das nicht anmerken wenn sie krank sind. Hängt damit zusammen, daß in freier Wildbahn kranke Katzen ihren Rang in der Gruppe verlieren = Futterplatz (Reihenfolge) und Schlafplatz. Bei meiner ersten Katze hab ich es zufällig mitbekommen, daß irgendwas nicht stimmt – zack zum Tierarzt, Untersuchungen … ich bin ohne sie nach Hause gekommen 🙁 Sprich sie war echt am Ende und ich hab´s einfach nicht mitgekriegt, sie spielte und verhielt sich auch so ganz normal. Huch, jetzt hab ich dich hoffentlich nicht beunruhigt? Janis heilschnurrt jedenfalls wie verrückt 🙂 Alles wird gut! xxx´s

  3. Lieber Pusy, wir drücken Daumenkrallen und Daumen und denken feste an Dich!
    Liebe Manuela, bitte höre auf Dich das zu fragen!! Die beiden haben es bei Dir so verdammt gut und geliebt ((( )))

  4. Skipperjimbo

    Hallo Manuela, hier in Düsseldorf sind alle Pfoten und Daumen gedrückt und Maya und Spike heilwuffen und -schnurren! Liebe Grüße Udo

  5. Shilakatze

    Lieber Pupsy, wir drücken alle Daumen und Pfötchen und fiebern alle mit, weil wir alle ganz genau wissen, wie froh wir sind, wenn es allen gut geht! ! Katzkussis von Schilakatze und Familie

  6. Pingback : Lieber Pupsylotta | Der Schreibende

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