Die Manuela

Was mir grad so einfällt

Fixi Mausebär – Die Sorgen hören nicht auf

Seit Montag sind wir Dauergast bei Fixis Tierärztin. Er bekam jeden Tag eine Infusion, zusätzlich Vitamin B und Schmerzmittel. Warum das Ganze: er frisst sehr schlecht, bis fast nichts, hatte hohes Fieber und war sehr dehydriert. Obwohl er viel getrunken hatte…

…aber eigentlich fing es ja schon letztes Jahr an, dass Fixi ständig  zur Tierärztin musste. Im Juli 2015 ging es los mit seiner Blase. Ständig rannte er aufs Klo und setzte nur wenig Urin ab. Der Urintest ergab eine Entzündung  und daraufhin wurde mit einer Antibiotikum-Depotspritze behandelt. Er fing sich relativ schnell wieder und im August gings dann mit seinem Zahnfleisch los. Nachdem diese Entzündung abgeklungen war, wurde eine Zahnsanierung durchgeführt  und alles ordentlich gereinigt. Das sollte dann eigentlich die letzte Aktion gewesen sein vor der Impfung im November. Aber leider kam es anders.

Im September ging es mit seiner Blase weiter. Die Entzündungswerte im Urin waren hoch. Somit wurde wieder mit einer Antibiotiokum-Depotspritze behandelt, aber diesmal wurde es nicht. besser. Daraufhin wurde ein Ultraschall der Blase gemacht, um zu prüfen, ob er vielleicht doch Steine hat. Fixi neigt ja zur Struvitsteinbildung und bekam (ihr seht, ich schreibe bereits in der Vergangenheit) deshalb eigens ein Spezialfutter um diese zu vermeiden. Im Ultraschall war nichts zu sehen. Somit wurde auf Tablettengabe eines Antibiotikums umgestiegen. Was hier im Hause sowohl bei mir, wie auch beim Göttergatten zu einigem Streß führte (ich berichtete bei Twitter und Facebook). Fixi ließ sich nämlich die Tabletten nicht einfach so ins Mäulchen stecken. Er presste eben jenes pickpackefest zusammen, und ich musste jedesmal Gewalt anwenden, um die Tabletten in sein Mäulchen zu bekommen. Da war ich auch kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Aber die Tabletten halfen auch nicht. Mittlerweile hatten wir Anfang Oktober. Fixi rannte immer noch ständig aufs Klo, setzte nur kleine Urinmengen ab, und schließlich war auch Blut im Urin.

Daraufhin wurde ein Röntgenbild erstellt und siehe da, es waren doch Steine in der Blase. Und zwar eine ganze Menge. Noch am gleichen Tag (ein Freitag) fuhr ich mit Fixi in die Tierklinik. Dort wurde nochmals ein Röntgenbild gemacht, Blut abgenommen und der OP-Termin für den nächsten Montag festgelegt. Die OP hat Fixi sehr gut überstanden. Wir konnten ihn noch am gleichen Abend wieder abholen. Er musste nicht über Nacht dort bleiben. Die ersten 2 Tage war der Urin noch blutig, aber dann wurde es ganz schnell wieder gut. Fixi musste eine Woche (oder waren es 10 Tage) einen Catsuit tragen, damit er nicht an der Wunde leckt. Er hat das mit Fassung getragen. Die herausoperierten Steine wurden analysiert, und es waren keine Struvitsteine, sondern Oxalatsteine! Im Nachhinein mache ich mir immer noch Vorwürfe. Denn dadurch, dass er das Antistruvitsteinfutter erhalten hatte, wurde sein Urin vom ph-Wert so verändert, dass sich daraufhin die Oxalatsteine bilden konnten. Mittlerweile erhält er als Trockenfutter die Variante von Royal Canin Urinary s/o – und als Nassfutter habe ich auf Catzfine und Royal Canin aging+12 umgestellt. Seither hat es auch keine Blasenprobleme mehr gegeben.

Meine Hoffnung, dass nun alles ausgestanden war wurde jäh zerstört. Im November schnäkelte Fixi wieder mit seinem Futter herum und fraß einfach zu wenig. Ich fackelte da auch nicht lange herum, sondern stand wieder bei der Tierärztin auf der Matte. Erneut hatte Fixi eine heftige Zahnfleischentzündung. Er bekam eine Cortison-Depotspritze und eine Antibiotikumspritze und Schmerzmittel für 3 Tage. Zum Kontrolltermin Ende November sah alles schon viel besser aus und er hat dann noch seine Impfung (Katzenseuche/Katzenschnupfen) erhalten. Auf eine weitere Cortisonspritze hat die Tierärztin verzichtet, da ich mit ihr über eine  zusätzliche Therapie und Unterstützung durch homöopathische Medizin sprach, und dass ich einen Tierheilpraktiker/Homöopath kontaktieren wollte (was sie auch befürwortete). Mit einer meiner Katzen-Freundinnen aus dem TwitCatClub hatte ich viel telefoniert bzw. gechattet. Sie empfahl mir einen Homöopathen (der auch Tierarzt ist), zu dem sie mit ihren Katzen auch immer geht.  Anfang Dezember hatte ich ihn telefonisch kontaktiert. Da er aber eben in Dortmund war, und ich Fixi eine so lange Reise nicht zumuten wollte, blieb es bei den telefonischen Beratungsterminen. Er hat sich hierfür auch immer genügend Zeit genommen. Ich bekam verschiedene Tropfen zur Unterstützung seiner Blase und seines Zahnfleisches sowie Nosoden zugeschickt. Und Fixi hatte auch alles gut angenommen. So weit, so gut.  Anfang Februar diesen Jahres ging es dann aber wieder los. Fixi schnäkelte schon wieder mit seinem Futter herum. Außerdem stellte ich fest, dass er sich nicht mehr richtig säubern konnte. Rund um sein Mäulchen war er richtig dreckig nach dem Fressen. und verweigerte dann von heute auf morgen sein Futter. Und das natürlich am Sonntag.

Am Montagmorgen bin ich direkt zur Tierärztin gefahren. Ich dachte, es sei wieder das Zahnfleisch. Das war zwar wieder etwas entzündet, aber in einem viel schlimmeren Zustand war sein Zunge! Die Zungenränder waren geschwollen, tiefrot und die Zotten/Papillen waren quasi nicht mehr vorhanden. Schock schwere Not! Unser armer Fixi Mausebär! Die Tierärztin musste handeln und Fixi hat wieder ein Cortison-Depotspritze erhalten. Zusätzlich sollte ich an den kommenden 3 Tagen Schmerzmittel verabreichen. Die Depotspritze wirkt 3 Wochen. Das machte natürlich die ganze homöopathische Behandlung zunichte. Aber es ging eben nicht anders. Außerdem wurde ein Abstrich gemacht und auf Calicivirus untersucht. Der Test war aber negativ. Das war schon mal gut.

Zum Kontrolltermin nach den 3 Wochen, war es noch nicht komplett abgeheilt, sah aber schon wesentlich besser aus. Die TÄ entschied sich, ihm eine weitere Depotspritze zu verabreichen und zusätzlich noch eine Vitaminspritze. Fixi entwickelte wieder einen besseren Appetit und ich war mit der täglich verzehrten Futtermenge ganz zufrieden. Es ging langsam aufwärts. Er hatte allerdings immer noch Probleme sich zu säubern. Deshalb habe ich ihm so oft wie möglich mit einem weichen Tuch sein Mäulchen gesäubert. Zum nächsten Kontrolltermin 4 Wochen später, war es aber immer noch nicht wirklich zufriedenstellend besser geworden. Somit gab es die nächste Spritze und weitere Vitamine. Aber Fixi kam nicht in die Pötte. Er schnäkelte wieder mehr und nach 2 Wochen eskalierte das Ganze dann mal wieder am Wochenende (das war am 3.April)! Fixi zog sich komplett zurück, fraß so gut wie nichts und trank viel und sein Kot war breiig und stank. Am Montag war ich gleich wieder bei der TÄ. Er hatte über 40°C Fieber und war dehydriert und seine Zunge war wieder in einem schlimmen Zustand . Es wurde Blut abgenommen um zu seine Leberwerte zu überprüfen. Die TÄ hatte den Verdacht auf eine Pankreatitis. Aber seine Leberwerte waren in Ordnung, im unteren Normbereich. Nur die Lipase war erhöht, allerdings nicht besorgniserregend. Er bekam eine Infusion und dazu noch eine Vitaminspritze zur Unterstützung seines Immunsystems und Schmerzmittel. Am Dienstag war Frank dann mit ihm bei der TÄ zur nächsten Infusion und ich bin heute wieder mit ihm dort gewesen. Die TÄ hat ihm nochmal Blut abgenommen um auf FIV/HIV und Leukose zu testen. Das Ergebnis gibt es dann am Freitag.

Fixi ist natürlich überhaupt nicht amused. Sobald sein Korb bei der TÄ auf dem Untersuchungstisch steht beginnt er zu knurren und zu fauchen. Und die beiden Blutentnahmen am Montag und heute waren purer Stress für ihn. Morgen gibt es nochmal eine Infusion und Vitamine. Futtertechnisch gibt es derzeit kein Nassfutter für ihn, er verweigert es eh. Ich gebe ihm rohes Rinderhack, gegartes Putenbrustfilet, bzw Hähnchenbrustfilet und gegarten Weissfisch. Und sein TroFu. Aber er frisst wirklich wenig. Gestern Abend und auch heute Abend habe ich ihn mit meiner Hand angefüttert. Schließlich ist er dann doch an seinen Napf gegangen. Heute Abend hat er bisher 20g Putenbrust und 15 g Rinderhack gegessen. Das wars. Frank und ich sind sehr, sehr in Sorge und unser Nervenkostüm ist total angspannt.

In dieser Zeit seit Juli 2015 hat Fixi 1,3 kg abgenommen. Er wiegt jetzt nur noch 4,3 kg. Ich hoffe wirklich sehr, dass die Behandlung bald anschlägt, bzw. herausgefunden wird, was ihm wirklich fehlt und ihm so zusetzt. Am Freitag kommt auch  eine Tierheilpraktikerin zu uns nach Hause. Sie ist eine Bekannte unserer TÄ und vielleicht ergeben sich da ja doch noch unterstützende Maßnahmen um Fixi wieder gesund zu bekommen. Es steht im Moment wirklich nicht gut um Fixi, aber wir geben die Hoffnung nicht auf. Wir lieben ihn sehr, unseren Mausebär!

1 Response

  1. Hallo Ihr Drei, ich drücke jedenfalls sehr feste die Daumen, dass es dem Herrn Kater bald wieder nachhaltig besser und gut gehen wird. Das ist ja jetzt an sich schon eine viel zu lange Leidensgeschichte. Hm..

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